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Corona-Schnelltest von Hahn-Schickard und Spindiag

Bei der Kleinserien-Fertigung der Testkartuschen kommt Technologie von Harro Höfliger zum Einsatz.

05.05.2020

Maschinen von Harro Höfliger für die Fertigung der Testträger.

Fertigungslinie für die Testkartuschen im Reinraum des Hahn-Schickard-Instituts.

Analysegerät mit Testkartusche.

Die Plattform von Spindiag besteht aus einem Analysegerät mit integrierter Testkartusche (Foto: Spindiag GmbH).

Mit Hochdruck arbeiten das Hahn-Schickard-Institut für Mikroanalysesysteme und die Spindiag GmbH an der Anpassung ihres Vor-Ort-Testsystems auf den Nachweis des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2). Bereits im Spätsommer 2020 soll der Schnelltest, der beispielsweise in Arztpraxen, Kliniken oder Pflegeheimen eingesetzt werden kann, serienreif sein und in 30 bis 40 Minuten sehr verlässliche Ergebnisse liefern. Benötigt werden lediglich ein Tupfer für die Probennahme aus Rachen oder Nase, eine Einweg-Testkartusche und ein mobiles Analysegerät, das die Kartusche vollautomatisch prozessiert.

 
Das Verfahren beruht auf einer Testplattform, die Hahn-Schickard und das 2016 ausgegründete Start-up Spindiag gemeinsam entwickelt haben. Seit Jahren forschen die Wissenschaftler in enger Kooperation mit der Universität Freiburg an sogenannten Point-of-Care (PoC)-Schnelltests, etwa für den Nachweis antibiotikaresistenter Bakterien. Sie stellen die diskförmigen Testkartuschen für Versuchsmuster und Kleinserien unter anderem auf zwei Maschinen von Harro Höfliger her. 


Harro Höfliger hat die Produktionsanlagen in Hinblick auf höchstmögliche Flexibilität konzipiert. Durch eine Anlagenerweiterung mittels zweitem Dosierkopf können künftig Testkartuschen weitere Erreger wie mutierte Corona- oder Grippeviren detektieren. Zu den Vorteilen des Systems von Hahn-Schickard und Spindiag zählen der kostengünstige Aufbau der Testträger und die leichte Bedienbarkeit des Analysegeräts. 


Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg fördert die Entwicklung des PCR-basierten Testsystems, um dem aktuellen Engpass in der Versorgung mit Diagnosetests zu begegnen. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut machte sich in Freiburg ein Bild vom Stand der Entwicklung und besichtigte die Fertigungslinie der Testkartuschen. Im Hinblick auf eine schnelle Markteinführung werden die Testträger in den Reinräumen von Hahn-Schickard im Mehrschichtbetrieb produziert. 


Mehr Informationen zu dieser zentrifugal-mikrofluidischen Technologieplattform finden Sie unter https://www.hoefliger.com/anwendungen/kleine-scheiben-gross-in-der-diagnostik

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